Abgrenzung macht frei

Ixi

Vor ca. einer Woche hab ich über das „Nichtmehrindernachtstillen“ geschrieben. Dass wohl im Laufe des nächsten Monats der Tag kommen wird, an dem ich mich eintscheiden werde, in der Nacht dem Ixi keine Brust mehr anzubieten. Der Tag kam schneller als ich schauen konnte.

Es ist die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag: 3 mal Brust im 2 Stunden Rhythums; Ixi will nicht dass ich mich von ihm entferne; bitterliches Weinen als ich versuche das Bett zu verlassen. Donnerstag früh: gerädert von der Nacht; Papa hat schlecht geträumt und ist nicht gut drauf; in der Küche beim Frühstückvorbereiten: Klirrrrrrrr – Ixi nimmt ein Glas vom Regal und zertrümmert es, um unsere Aufmerksamkeit zu haben und die er ja auch sofort kriegt; Scherben, Ixi muss raus, Ix wird geschimpft. Befinde mich mit Kehershaufel und Besen am Boden, schaue auf und guckte der Milch am Herd beim Überschäumen zu. AUS. AUS. AUS. GENUG. Tränen schießen in meinen Augen. Grenzen setzten, sagt Michael. Ich spüre was er meint. Es ist nicht einfach. Aber damit tue ich mir Gutes und auch Ixi. Ich beruhige mich. Am Tisch beim Frühstück sage ich zu Michael. OK – ab heute gibt es für Ixi in der Nacht keinen Busen mehr. Michael weiß, dass er nun die Nächte übernehmen wird. Donnerstag abend: Ixi wird beim zu Bett gehen gestillt. Ich teile ihm mit: „Kleiner, süßer Schatz, ab heute gibt es in der Nacht kein „Busi“ mehr. „Busi“ gibts am Abend beim Einschlafen und in der Früh beim Aufwachen und Papa ist in Nacht bei dir. Schalf gut, du Engel. Ich liebe dich.“ Michael und ich sind schon ein wenig aufgeregt, da wir nicht wissen wie er denn reagieren wird. Ich habe kein schlechtes Gewissen. Ich fühle es ist der richtige Zeitpunkt. 23 Uhr: Ixi wacht auf. Michael geht zu ihm. Protest, Zorn und Weinen ca. 20 Minuten. Michael bleibt bei ihm, nimmt ihn, streichelt den Rücken. Er schläft ein. 02:30 Uhr. Weinen. Michael geht zu ihm. Protest. Michaels Berührung tut ihm gut und er schläft wieder ein.  06:30 Uhr: Mama kommt – Busizeit.
Bereits am zweiten Tag hat Ixi diese Veränderung akzeptiert. Mittlerweile wacht er nur mehr einmal – zwischen 02:00 und 03:00 Uhr auf – und schläft dann, sobald er Michael sieh, auch gleich wieder ein.

Ja und für mich selbst ist das sehr schön mal die Nacht nicht wachen zu müssen – es ist wie im Traum undich genieße es. Michael ich liebe dich, ich bin so dankbar, dass ich einen so liebevollen und einfühlsamen Mann wie dich an meiner Seite habe. Ixi ich liebe dich und bewundere dich, wie du mit Veränderungen umgehst. Und auf mich bin ich stolz. Voilá.

Kommentare

5 Kommentare zu „Abgrenzung macht frei“

  1. Avatar von monika
    monika

    schön, wie du das alles schreibst und wie ihr auch mit den
    schwierigen zeiten umgeht…….
    ein dickes bussl monika

  2. Avatar von ulrike
    ulrike

    Liebe Judith, harte zeiten, isch weiß! Wie gut, dass es Väter gibt und wie gut, dass ein HALT so viel HALT gibt!
    Ganz liebe Grüße
    Ul

  3. Avatar von Josie
    Josie

    Liebe Judith, du machst das ganz toll, Michael natürlich auch. Ich weiss wie es einem das Herz brechen kann, aber manchmal muss auch die beste Mama der Welt ein bisschen egoistisch sein.

  4. Avatar von Mama
    Mama

    Liebe Monika, Ulrike und Josie,
    vielen Dank für die lieben und mutmachenden Worte – von euch erfahrenen Mütter.

  5. […] …. ist wahre Konsequenz. Aus Liebe zu mir selbst, aus Liebe zu einem anderen Menschen. Judith Holzer, eine junge Mutter beschreibt, wie sie nach 1,5 Jahren der Hingabe (wenn ich die Schwangerschaft mit rechne fast 2,5 Jahre), der Konsequenz begegnget ist, die aus der Liebe wächst. […]

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