Autor: Mama

  • Rot wie die Zeit

    Rot wie die Zeit

    Als ich heute die Augen aufgeschlagen haben und noch so ein bisschen im Bett gelegen bin, hab ich wie so oft in letzter Zeit über die Zeit nachgedacht. Was wäre, hätten unsere Vorahnen nie die Zeit definiert? Es gäbe keine Uhrzeit, keine Kalendertage, keine Jahre, keine Geburtstage … Ich fühl mich seit Ixi bei uns ist in einer zeitlosen Dimension. Es ist so als wäre alles ein ganz langer Tag, der nicht aufhört. Mit Höhen und Tiefen. Längen und Kürzen. Lachen und Weinen. Glück und Unglück. Alles fließt und läuft und bewegt sich. Menschen kommen, Menschen gehen. Alles hat seinen eingenen Rhythmus und ist in Ordnung. Ich genieße es. Wenn ich mich dann wieder auf die Zeit besinne, ja dann bekomme ich gar Angst und Druck. Versäume ich wohl nichts? Was alles hab ich nicht gemacht, was ich mir vorgenommen habe?

    Ixi ist noch immer nicht auf dem Damm. Er ist so ganz ganz arm und will immer ganz nah bei mir seine. Das kann er auch der kleine Engel. Der Husten ist anstrengend. Der Schnupfen vestopft die Nase. Und so verbringen wir unsere Zeit mit Kuscheln, im Bett liegen, spielen, Ölwickel, mit Globuli essen, Inhalieren, viel Trinken und schlafen. Er hat keinen Appetit außer auf das „Busi“ und das ist auch OK. Ich bin froh, denn dann brauch ich mir keine Sorgen machen, dass er zuwenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Busi stillt auch den Hunger. In der Nacht da schläft Ixi ganz ohne „Busi“ und trotz kranksein durch.

    Papa ist heute in München bei einer Besprechung für ein neues interessantes Projekt. Ich denke viel an ihn. Ixi und ich haben beim Frühstück „Daumendrücken“ gespielt und Glück an den Papa verschickt. Hoffentlich ist es zeitgerecht angekommen.
    Anlässlich der Erkältung gibt es heute eine starke, frisch und langgekochte Hühnersuppe mit Grießnockerln, die lange nicht so gut wie die von Papa sind. Aber sie sind OK.

  • Sammy is back

    Buch

    Juchu – Onkel Sammy ist wieder in Wien. Er genießt die Zeit auch mit Ixi, weil schon bald, am 19. März, geht es wieder nach Australien, diesmal für viel länger. Bücher anschauen – hier im Bild „Hatschi Bratschis Luftballon“ – steht hoch im Kurs. Was es da so alles zum Entdecken gibt.

  • Good Time in Indien – Nino und Nini

    Gestern sind die beiden nach Indien abgereist – für ganze 6 Wochen. Huch – das ist aber eine lange Zeit. Aber über ihren Ninis und Ninos Blog werden wir hoffentlich viel erfahren. Darauf freuen wir uns schon ganz besonders. Am Sonntag haben wir den beiden noch einen Abschiedsbesuch abgestattet. Ixi hat sich ganz und gar zu Hause gefühlt.

    Jause mit Nino

    Nino hat eine kleine Jause zubereitet mit leckeren kleinen Datteltomaten – Mhmmmm – hat da Ixi von sich gegeben und wollte gar nicht mehr aufhören davon zu naschen.
    Und dann haben wir mit Ixi Drehstuhl gespielt. Bitte auf die Kommunikation achten – das nenne ich kinderfreundliche Kommunikation.

    [quicktime]http://ixi.holzer.work/wp-content/uploads/drehstuhl.mov[/quicktime]

    Ixi hat Viedeo schauen entdeckt. Er verlangt vehement danach. Vor allem diejenigen wo er auch selbst drauf ist liebt er ganz besonders. Außedem erinnert er sich dann auch sichtlich an die beteiligten Personen.

  • Ixis erstes Cafehaus

    Frauenhuber

    Im Zuge von Aufräumarbeiten in meinem „Belegedschungel“ habe ich eine Rechnung vom Cafe Frauenhuber entdeckt, die Erinnerungen weckte.

    Das erste Mal, dass Michael und ich gemeinsam mit dem 2monatigen Ixi in ein Cafehaus gingen. Einerseits war es gar nicht so einfach ein Lokal zu finden, das nicht verraucht war, wo nicht allzuviele Menschen waren, wo ich auch ruhig stillen konnte. Andererseits – gebe ich zu – war ich auch ein wenig aufgeregt, weil ich ja gar nicht wusste wie das sein wird mit einem Baby im Cafehaus. So Fragen kamen hoch wie: und was ist, wenn er losbrüllt? Die Vernunft: „Na, dann stehen wir auf und gehen wieder. Ist doch eh klar.“ Mein Gefühl: „Passt schon.“ Ich : „OK.“ Und Michael ist ja auch da.
    Und so war es auch. Sehr OK. Das Cafe Frauenhuber ist ein schönes, altes Wiener Cafehaus mit ein wenig Plüsch. Sehr gemütlich. Einen schönen Platz hatten wir in der Nichtraucherabteilung. Eine Nische, in der wir uns sehr geborgen fühlten. Ein netter, freundlicher Ober hat uns fürsorglich bedient (ist in Cafehäusern dieser Art nicht die Regel, da ist eher der „Wienergrant“ angesagt). Ixi hat große Augen gemacht – eine ganz neue Umgebung für ihn. Neue Geräusche, anderes Licht. Er fühlte sich sehr wohl mit der Abwechslung.
    Ist es nicht schön, was Rechnungen bewirken können? Hie und da ist es auch gut was aufzubewahren und nicht gleich zu vernichten oder wegzuräumen.

  • Ixi schläft durch

    Freude

    Es ist unglaublich aber wahr. Nach der Nacht 4 mit Papa kam die Nacht 5 und Ixi hat sich nicht gemeldet. In der Früh um 06:30 Uhr wurde er wach und freute sich auf sein „Busifrühstück“. Ich konnte noch nicht glauben, dass er von nun an durchschlafen wird. Vielleicht nur eine Eintagsfliege? Aber nein – von gestern auf heute war es bereits die 5. Nacht, die er durchschläft. Hin und wieder wird er wach, da quengelt er, aber er braucht weder Papa noch mich, er beruhigt sich ganz von selber und schläft dann auch wieder ein. Ist das nicht super? Ich bin sowas von freudig und glücklich, dass das so toll gekplappt hat. Yippiiiiiiiiiiii. Der ganzen großen Welt einen dicken Kuss.

  • Smalltalk – das Cafe für Eltern und Kinder

    Kindercafe

    In Wien gibt es seit ca. 2 Monaten eine wunderbare Einrichtung: das Smalltalk. Der Treffpunkt für Mamas und Papas, Omas und Opas. Das Besondere: ein schlichtes trendiges Cafe ohne Schnick Schnack mit einem angrenzenden 150 qm großen Spielbereich für Kinder mit Betreuung. Das heißt die kleinen Engel spielen und wir Großen können Cafe trinken ohne ständig aufzustehen und zu schauen. Eine wirkliche Marktnische. Endlich. Der Wunsch war schon da bei mir und plötzlich geht er in Erfüllung. Da es sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen hat gibt es Tage da wimmelt es dort nur so von hauptsächlich Mamis und Kinderleins.

    Und im Ballpool da wimmelts vor lauter Bällen. Ixi liebt es da drin zu sitzen und sich in Bällen zu baden.

    [quicktime]http://ixi.holzer.work/wp-content/uploads/kindercafe.mov[/quicktime]

  • Jetzt aber fang ich dich II

    Die Verfolgungsjagd geht weiter.

  • Abgrenzung macht frei

    Ixi

    Vor ca. einer Woche hab ich über das „Nichtmehrindernachtstillen“ geschrieben. Dass wohl im Laufe des nächsten Monats der Tag kommen wird, an dem ich mich eintscheiden werde, in der Nacht dem Ixi keine Brust mehr anzubieten. Der Tag kam schneller als ich schauen konnte.

    Es ist die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag: 3 mal Brust im 2 Stunden Rhythums; Ixi will nicht dass ich mich von ihm entferne; bitterliches Weinen als ich versuche das Bett zu verlassen. Donnerstag früh: gerädert von der Nacht; Papa hat schlecht geträumt und ist nicht gut drauf; in der Küche beim Frühstückvorbereiten: Klirrrrrrrr – Ixi nimmt ein Glas vom Regal und zertrümmert es, um unsere Aufmerksamkeit zu haben und die er ja auch sofort kriegt; Scherben, Ixi muss raus, Ix wird geschimpft. Befinde mich mit Kehershaufel und Besen am Boden, schaue auf und guckte der Milch am Herd beim Überschäumen zu. AUS. AUS. AUS. GENUG. Tränen schießen in meinen Augen. Grenzen setzten, sagt Michael. Ich spüre was er meint. Es ist nicht einfach. Aber damit tue ich mir Gutes und auch Ixi. Ich beruhige mich. Am Tisch beim Frühstück sage ich zu Michael. OK – ab heute gibt es für Ixi in der Nacht keinen Busen mehr. Michael weiß, dass er nun die Nächte übernehmen wird. Donnerstag abend: Ixi wird beim zu Bett gehen gestillt. Ich teile ihm mit: „Kleiner, süßer Schatz, ab heute gibt es in der Nacht kein „Busi“ mehr. „Busi“ gibts am Abend beim Einschlafen und in der Früh beim Aufwachen und Papa ist in Nacht bei dir. Schalf gut, du Engel. Ich liebe dich.“ Michael und ich sind schon ein wenig aufgeregt, da wir nicht wissen wie er denn reagieren wird. Ich habe kein schlechtes Gewissen. Ich fühle es ist der richtige Zeitpunkt. 23 Uhr: Ixi wacht auf. Michael geht zu ihm. Protest, Zorn und Weinen ca. 20 Minuten. Michael bleibt bei ihm, nimmt ihn, streichelt den Rücken. Er schläft ein. 02:30 Uhr. Weinen. Michael geht zu ihm. Protest. Michaels Berührung tut ihm gut und er schläft wieder ein.  06:30 Uhr: Mama kommt – Busizeit.
    Bereits am zweiten Tag hat Ixi diese Veränderung akzeptiert. Mittlerweile wacht er nur mehr einmal – zwischen 02:00 und 03:00 Uhr auf – und schläft dann, sobald er Michael sieh, auch gleich wieder ein.

    Ja und für mich selbst ist das sehr schön mal die Nacht nicht wachen zu müssen – es ist wie im Traum undich genieße es. Michael ich liebe dich, ich bin so dankbar, dass ich einen so liebevollen und einfühlsamen Mann wie dich an meiner Seite habe. Ixi ich liebe dich und bewundere dich, wie du mit Veränderungen umgehst. Und auf mich bin ich stolz. Voilá.

  • Jetzt aber fang ich dich

    Fangen spielen – da ist Ixi immer dabei. Es ist so lustig und richtig was zum Lachen – es tut einfach gut. Wenn die Fangensession vorbei ist, dann sind wir beide auch so richtig außer Atem. Hier ist er noch im Krabbeln unterwegs. Mittlerweile versucht Ixi es auch schon im Gehen. Da ist er halt noch nicht so schnell – aber es geht schon ganz gut. Viel Vergnügen.

  • Kinderspiel

    Gestern waren wir bei Jakob und Mama Barbara eingeladen. Es ist so schön zu sehen, wie sich Jakob und Ixi gut verstehen. Jakob war übrigens Ixis Gehanimator. Aber gestern zeigte Jakob mal sein Revier. Die beiden tippelten durch die Wohnung und wir hörten wie sie gemeinsam plapperten. Plötzlich waren sie in einem Nebenraum verschwunden. Und siehe da

    Jakob und Ixi

    da saßen sie auf der Matratze und schauten sich gemeinsam ein Buch an. Später gings weiter ins Wohnzimmer, wo dann das Spielzeug unter die Lupe genommen wurde.

    spielen

    Dazu kam dann auch noch Sofia mit auch Mama Barbara. Die drei fühlten sich sehr wohl und spielten ganz entspannt.


    Es ist hochinteressant so kleinen Menschen beim Spielen zuzusehen. Ich verbringe sehr viel Zeit damit. Wie viel Übung und Wiederholung wird  da in Abläufe investiert. Feinmotorik wird geübt, ich höre wie kommunziert wird, wie Erinnerungen hochkommen, wie Zusammenhnge hergestellt werden. Ja und so vergehen dann Stunden über Stunden und am Ende des Tages frage ich mich dann immer: was habe ich heute alles erledigt?