Kategorie: Gedanken

  • Ixi schläft durch

    Freude

    Es ist unglaublich aber wahr. Nach der Nacht 4 mit Papa kam die Nacht 5 und Ixi hat sich nicht gemeldet. In der Früh um 06:30 Uhr wurde er wach und freute sich auf sein „Busifrühstück“. Ich konnte noch nicht glauben, dass er von nun an durchschlafen wird. Vielleicht nur eine Eintagsfliege? Aber nein – von gestern auf heute war es bereits die 5. Nacht, die er durchschläft. Hin und wieder wird er wach, da quengelt er, aber er braucht weder Papa noch mich, er beruhigt sich ganz von selber und schläft dann auch wieder ein. Ist das nicht super? Ich bin sowas von freudig und glücklich, dass das so toll gekplappt hat. Yippiiiiiiiiiiii. Der ganzen großen Welt einen dicken Kuss.

  • Abgrenzung macht frei

    Ixi

    Vor ca. einer Woche hab ich über das „Nichtmehrindernachtstillen“ geschrieben. Dass wohl im Laufe des nächsten Monats der Tag kommen wird, an dem ich mich eintscheiden werde, in der Nacht dem Ixi keine Brust mehr anzubieten. Der Tag kam schneller als ich schauen konnte.

    Es ist die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag: 3 mal Brust im 2 Stunden Rhythums; Ixi will nicht dass ich mich von ihm entferne; bitterliches Weinen als ich versuche das Bett zu verlassen. Donnerstag früh: gerädert von der Nacht; Papa hat schlecht geträumt und ist nicht gut drauf; in der Küche beim Frühstückvorbereiten: Klirrrrrrrr – Ixi nimmt ein Glas vom Regal und zertrümmert es, um unsere Aufmerksamkeit zu haben und die er ja auch sofort kriegt; Scherben, Ixi muss raus, Ix wird geschimpft. Befinde mich mit Kehershaufel und Besen am Boden, schaue auf und guckte der Milch am Herd beim Überschäumen zu. AUS. AUS. AUS. GENUG. Tränen schießen in meinen Augen. Grenzen setzten, sagt Michael. Ich spüre was er meint. Es ist nicht einfach. Aber damit tue ich mir Gutes und auch Ixi. Ich beruhige mich. Am Tisch beim Frühstück sage ich zu Michael. OK – ab heute gibt es für Ixi in der Nacht keinen Busen mehr. Michael weiß, dass er nun die Nächte übernehmen wird. Donnerstag abend: Ixi wird beim zu Bett gehen gestillt. Ich teile ihm mit: „Kleiner, süßer Schatz, ab heute gibt es in der Nacht kein „Busi“ mehr. „Busi“ gibts am Abend beim Einschlafen und in der Früh beim Aufwachen und Papa ist in Nacht bei dir. Schalf gut, du Engel. Ich liebe dich.“ Michael und ich sind schon ein wenig aufgeregt, da wir nicht wissen wie er denn reagieren wird. Ich habe kein schlechtes Gewissen. Ich fühle es ist der richtige Zeitpunkt. 23 Uhr: Ixi wacht auf. Michael geht zu ihm. Protest, Zorn und Weinen ca. 20 Minuten. Michael bleibt bei ihm, nimmt ihn, streichelt den Rücken. Er schläft ein. 02:30 Uhr. Weinen. Michael geht zu ihm. Protest. Michaels Berührung tut ihm gut und er schläft wieder ein.  06:30 Uhr: Mama kommt – Busizeit.
    Bereits am zweiten Tag hat Ixi diese Veränderung akzeptiert. Mittlerweile wacht er nur mehr einmal – zwischen 02:00 und 03:00 Uhr auf – und schläft dann, sobald er Michael sieh, auch gleich wieder ein.

    Ja und für mich selbst ist das sehr schön mal die Nacht nicht wachen zu müssen – es ist wie im Traum undich genieße es. Michael ich liebe dich, ich bin so dankbar, dass ich einen so liebevollen und einfühlsamen Mann wie dich an meiner Seite habe. Ixi ich liebe dich und bewundere dich, wie du mit Veränderungen umgehst. Und auf mich bin ich stolz. Voilá.

  • Kinderspiel

    Gestern waren wir bei Jakob und Mama Barbara eingeladen. Es ist so schön zu sehen, wie sich Jakob und Ixi gut verstehen. Jakob war übrigens Ixis Gehanimator. Aber gestern zeigte Jakob mal sein Revier. Die beiden tippelten durch die Wohnung und wir hörten wie sie gemeinsam plapperten. Plötzlich waren sie in einem Nebenraum verschwunden. Und siehe da

    Jakob und Ixi

    da saßen sie auf der Matratze und schauten sich gemeinsam ein Buch an. Später gings weiter ins Wohnzimmer, wo dann das Spielzeug unter die Lupe genommen wurde.

    spielen

    Dazu kam dann auch noch Sofia mit auch Mama Barbara. Die drei fühlten sich sehr wohl und spielten ganz entspannt.


    Es ist hochinteressant so kleinen Menschen beim Spielen zuzusehen. Ich verbringe sehr viel Zeit damit. Wie viel Übung und Wiederholung wird  da in Abläufe investiert. Feinmotorik wird geübt, ich höre wie kommunziert wird, wie Erinnerungen hochkommen, wie Zusammenhnge hergestellt werden. Ja und so vergehen dann Stunden über Stunden und am Ende des Tages frage ich mich dann immer: was habe ich heute alles erledigt?

  • Pumperlgsund

    Vor einer Woche waren wir bei unserer homöopathischen Kinderärztin für die MutterKindpassuntersuchung. Diagnose: pumperlgsund. Gewicht: 12,2 kg, Größe: 78 cm, Kopfumfang: 48 cm. Zur Erinnerung: bei der Geburt hatte Felix folgende Masseinheiten: Gewciht: 3,6 kg, Größe 52 cm, Kopfumfang: 36 cm. Da hat sich in einem Jahr doch ganz schön was getan in diesem Körper. Felix wird in der Früh und am Abend noch gestillt und auch in der Nacht wenn er aufwacht. Und in der Nacht da wacht er 2 -3 mal auf. Manchmal ist das schon auch anstrengend. Es wird jedoch der Tag kommen – wahrscheinlich im nächsten Monat – wo ich die Entscheidung treffen werde: Aus mit dem Stillen in der Nacht, nur mehr in der Früh und am Abend. Ja und dann wird Papa für 3 – 4 Nächte (anscheinend eine magische Grenze) Ixi übernehmen und im signalisieren, nichts mehr mit „Busi“ es geht auch anders. Er lernt dadurch, einzuschlafen ohne Busen ein weiterer Schritt in die Selbstständigkeit. Für mich ein weiterer Schritt des Loslassen. Ist gar nicht so einfach.

  • Gibt es das Christkind wirklich?

    Weihnacht

    Auf diese Frage wußte auch die achtjährige Virginia O‘Hanlon aus New York keine Antwort. Vor mehr als 100 Jahren, am 20. September 1897, schrieb sie deshalb an die Zeitung „New York Sun“. Die Sache war Chefredakteur Francis P. Church so wichtig, dass er dem kleinen Mädchen selbst antwortete. Der Briefwechsel war bei den Lesern so beliebt, dass er unter dem englischen Originaltitel „Is there a, Santa Claus?“ bis zur Einstellung der Zeitung im Jahr 1950 immer zu Weihnachten auf der Titelseite abgedruckt wurde — und damit zum meist gedruckten Zeitungsartikel aller Zeiten.

    „Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, das Christkind gibt es nicht. Bitte, sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es das Christkind? Virginia O‘Hanlon, 115 West Ninety-fifth Street.

    „Virginia, Deine kleinen Freunde haben Unrecht. Sie glauben nur, was sie sehen. Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. Ja, Virginia, das Christkind gibt es wirklich. So gewiss, wie es Liebe und Großherzigkeit und Treue gibt. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es kein Christkind gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie, gar nichts, was das Leben erst erträglich machen würde. Nur flackernde Reste an sichtbarem Schönen blieben übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen.
    Es gibt ein Christkind. Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, das Christkind zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme das Christkind zu Gesicht — doch was würde das beweisen? Kein Mensch sieht es einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken, geschweige sie zu sehen, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal alle Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann wird die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal. zu erkennen sein.

    ‚Ist das denn auch wahr?‘, kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist beständiger. Das Christkind lebt, und es wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird es da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia.“

    Quelle Münchner Merkur Freitag, 24. Dezember 1999

  • Wundersame Zeit

    dieser Advent.

    Adventkranz

    Voller Kerzenlicht, Ruhe und Wärme. Kostbare Stunden. Vorbereitung für das Fest.

    Kerzenlicht

    Was wäre äußerer Glanz ohne innere Freude?

    Licht

  • Von den Kindern

    Immer weiter

    Diese berührenden und wahren Worte von Khalil Gibran werde ich mir immer wieder vor Augen führen. Was ich jetzt schon weiß: es wird oft nicht leicht sein.

    „Und eine Frau, die einen Säugling an der Brust hielt, sagte: Sprich uns von den Kindern.

    Und er sagte:

    Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

    Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.

    Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,

    Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

    Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,

    Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

    Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,

    Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

    Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.

    Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.

    Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

    Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit seiner Macht, damit Seine Pfeile schnell und weit fliegen.

    Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;

    Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.“

  • 9 Monate

    Taufrisch

    Ich schaue Felix an und sehe einen kleinen Menschen vor mir, mein Blick ruht auf ihm – sehr oft: beim Spielen, beim Stillen, beim Schlafen – immer wieder. Seine Facetten werden sichtbar: Geschmeidig ist er und liebevoll. Zart und sensibel. Stark und laut. Weich und samtig ist seine Haut. Seine Augen – lebendig und tief. Ganz mit sich aber auch ganz mit uns. Innig und interessiert. Er fordert uns wir fördern ihn. Er duftet, er blüht – so taufrisch ist er und voller Leben. Tränen der Liebe fließen oft. Ein Kind der Liebe.

  • Ein Kind

    Unschuld

    Ein Kind, das ständig kritisiert wird,
    lernt zu verdammen.
    Ein Kind, das geschlagen wird,
    lernt selbst zu schlagen.
    Ein Kind, das verhöhnt wird,
    lernt Schüchternheit.
    Ein Kind, das der Ironie ausgesetzt wird,
    bekommt ein schlechtes Gewissen.

    ABER

    Ein Kind, das ermuntert wird,
    lernt Selbstvertrauen.
    Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird,
    lernt Geduld.
    Ein Kind, das gelobt wird,
    lernt Bewertung.
    Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt,
    lernt Gerechtigkeit.
    Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt,
    lernt Freundschaft.
    Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf,
    lernt Vertrauen.
    Ein Kind, das geliebt und umarmt wird,
    lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden.

  • Ein Gedicht für Felix

    WESEN

    liebt euch Wesen
    ja ihr Wesen
    liebt und eifert – EUCH
    so wie Felix!
    Felix! Du bist gemeint!
    doch eifert erkunden
    gemein doch geklaut
    ihr Wesen
    seid erkunden
    ach gemein

    gedichtet vom „Gedichtgenerator“. Eingegeben hab ich folgende Worte: Felix, Wesen, lieben, erkunden. Und es hat doch was – finde ich. Mama liebt solche mystischen Dinge.